Die 5. Oldenburger Filmtage


Film- und Medienbüro & Gegenlicht präsentieren:

Werkschau Jan Schütte

Jan Schütte ist 1957 in Mannheim geboren und lebt in Berlin. In Tübingen, Zürich und Hamburg hat er Literatur und Kunstgeschichte studiert. Seit 1979 hat er fürs Fernsehen gearbeitet, seit 1982 eigene Filme gemacht: Die Dokumentationen "Ugge Bärtie - Bildhauer", 1982, "Da ist nirgends nichts gewesen außer hier", 1983, "Eigentlich wollte ich ja nach Amerika", 1985, "Verloren in Amerika", 1989 und "Nach Patagonien", 1991. Sein erster Spielfilm, "Drachenfutter", 1987, wurde auf den Filmfestspielen in Venedig gezeigt und mit dem Premio Cinecritica, dem Preis der deutschen Filmkritik, dem Deutschen Kritikerpreis und dem Prix Francois Truffaut ausgezeichnet. Für seinen zweiten Spielfilm "Winkelmanns Reisen" erhielt der Autor und Regisseur den Preis der CICAE.
"Auf Wiedersehen Amerika" 1993, der 3. Spielfilm, wurde u.a. auf der Quinzaine in Cannes 1994 gezeigt. Er erhielt zahlreiche Auszeichnungen, darunter das Bundesfilmband in Silber 1994. In seinen Filmen möchte Schütte die Realität bis ins kleinste Detail erkunden, bevor er sie in die Dramaturgie seiner Filme transportiert. So fuhr er z.B. für die Recherchen seines Filmes Winkelmanns Reisen als Nachwuchsvertreter für Friseurwarenartikel durch das norddeutsche Flachland. Seine Helden sind Helden, die keine sein wollen und nur versuchen, wenigstens für eine Weile, glücklich zu sein. Einer der Hauptantriebe für ihn und seinen Mitautor Thomas Strittmatter ist sicherlich die Neugierde, das Interesse an Menschen, die abseits leben und die man eigentlich übersieht. Sie möchten ihren Alltag, ihre Wir zeigen in der Werkschau die drei Spielfilme die Jan Schütte bisher gemacht hat: Drachenfutter am Freitag, den 21.11. um 22.30 Uhr im Cadillac, am Samstag, den 22.11. um 20.00 Uhr Winkelmanns Reisen in der Uni-Aula und Auf Wiedersehen Amerika am Sonntag, den 23.11. um 20.00 Uhr im PFL.


Gegenlicht Kino AG, zur Filmtage Hauptseite, 6.11.97 by Bertram