Die 5. Oldenburger Filmtage


Freitag, 21.11., 22:00 Uhr, Alhambra
Filmriß präsentiert:

Moebius


Argentinien 1996, 88min, 35 mm
Regie: Gustavo Mosqera R., Studentenkollektiv
Buch: Arturo Onativia, u.a. nach dem Roman "Ein Tunnel namens Moebius" von A. J. Deutsch
Kamera: Abel Penalba, Frederico Rivares

Im U-Bahnnetz von Buenos Aires ist ein Zug mit dreißig Passagieren verlorengegangen. Niemand weiß, wo er ist. Nur gelegentlich hört man die Geräusche einer mit unvorstellbarer Geschwindigkeit dahinjagenden Bahn. Ein Topologe wird damit beauftragt, das Mysterium aufzuklären, aber seine Deutungen überzeugen niemanden, obwohl sie die einzig möglichen sind. Ein Mädchen hilft ihm, den alten Wissenschaftler aufzuspüren, der die komplizierte Anlage entworfen hat. Ein Zufall, der ihn beinahe das Leben kostet, bringt ihn auf die richtige Spur. Moebius ist der erste Spielfilm, den die argentinische FUC, die größte private Filmhochschule Lateinamerikas, hervorgebracht hat. Er erzählt keine Geschichte im herkömmlichen Sinn, sondern stellt ein physikalisches Theorem des deutschen Astronomen Moebius in den Mittelpunkt, eine Beziehung zwischen Raum und Zeit, die zu einer spannend inszenierten Parabel auf die Manipulierbarkeit menschlichen Denkens verdichtet wird. So ist ein Film von eigenwilliger Schönheit und philosophischer Tiefe entstanden.


Gegenlicht Kino AG, zur Filmtage Hauptseite, 6.11.97 by Bertram