Die 5. Oldenburger Filmtage


Mobiles Kino Niedersachsen

Das MOBILE KINO NIEDERSASCHSEN ist ein Projekt unter dem Dach der LAG Jugend und Film Niedersachsen e.V. Finanziert wird es seit Beginn 1992 durch das Land Niedersachsen, Ministerium für Wissenschaft und Kultur. Das Mobile Kino verfügt über zwei Vollzeitstellen, welche unter drei MitarbeiterInnen aufgeteilt sind. Das Büro befindet sich in Oldenburg.
MOBILES KINO NIEDERSACHSEN das ist, neben drei MitarbeiterInnen und einem Büro, ein Kleinbus, aus-gestattet mit zwei 16mm Filmprojektoren, einer Tonanlage, Leinwänden, Kinder- und Abendfilmen. Dahinter steht folgende Idee: immer mehr Kinos, in erster Linie auf dem Land, schließen ihre Tore. In den Ballungszentren öffnen riesige Kinozentren, aber auf dem Land geht das Kinoerlebnis mehr und mehr verloren. Gewerbliche Kinos müssen gewinnbringend arbeiten, diese Tatsache schlägt sich in erster Linie bei der Filmauswahl nieder. Was läßt besser die Kassen klingeln, als "Terminator" und "Kevin"?! Das Mobile Kino bemüht sich deshalb, mit anderen Filmen unterwegs zu sein, vorrangig mit solchen, welche man in gewerblichen Kinos eben nicht zu sehen bekommt. Zugleich geht es uns neben dem Abspielen von Filmen darum, Menschen zu motivieren selbst eine Kinoinitiative aufzubauen. Einen 16mm Projektor findet man in jedem Ort, meist auch einen geeigneten Vorführraum. Das nötige Wissen (Vorführschein, wo gibt es Filme? etc) können wir vermitteln und auch über eine Anbindung an vor Ort an- sässige Gruppen zwecks Finazierung läßt sich nachdenken. Trotz Video und Kabelfernsehen besteht Interesse an Film auf großer Leinwand, am gemeinsamen Sehen und am Gespräch in der Pause. Und wenn Fernsehanstalten damit werben, daß zuhause vor der Glotze das lästige Schlangestehen an der Kinokasse entfällt und kein Nach-bar mit der Fruchtgummitüte knistert, dann sagen wir: "Genau dies gehört zu einem prima Filmabend dazu!"


Gegenlicht Kino AG, zur Filmtage Hauptseite, 6.11.97 by Bertram