Die 5. Oldenburger Filmtage


Samstag, 22.11., 20.00 Uhr, PFL
Film- und Medienbüro & Mobiles Kino Niedersachsen präsentieren:

Cheb


Frankreich / Algerien 1991, 82 min, 16 mm
Buch, Regie: Rachid Bouchareb
ab 14 Jahre

Der 19jährige Algerier Mervan lebt seit seinem ersten Lebensjahr in Frankreich. Er wird bei kleineren Diebstählen erwischt, des Landes verwiesen und nach Algerien abgeschoben. Mervan, der weder Sprache noch Sitten „im Land seiner Väter“ versteht, bekommt dort drastisch zu spüren, daß er kein Einheimischer ist. Die algerischen Behörden beschlagnahmen seinen Paß und schicken ihn zum Militärdienst buchstäblich in die Wüste. Von Vorgesetzten und Kameraden gedemütigt, als Fremdling gebrandmarkt und verspottet, ist er nur noch von dem Gedanken besessen, zu fliehen. Ihn belastet nicht die Erinnerung an den Krieg zwischen Frankreich und Algerien. Sein ganzes Leben hat er in Roubaix verbracht und sich dort auch in Malika verliebt. Zusammen mit Malika, die gegen ihren Willen von ihrem Onkel in Algerien festgehalten wird, bricht er zu einer waghalsigen Flucht zurück nach Frankreich auf. Cheb zählt zu einem der Höhepunkte des "Cinema Beur", dem Kino nordafrikanischer Filmemacher, die in Frankreich aufgewachsen sind und die in ihren Filmen die Zerrissenheit der maghrebinischen Einwanderer beschreiben.


Gegenlicht Kino AG, zur Filmtage Hauptseite, 6.11.97 by Bertram