Die 5. Oldenburger Filmtage


Montag, 24.11., 20.00 Uhr, PFL
Filmriß präsentiert:

Afriques: Comment ca va avec la douleur?


Frankreich 1996, 165 min, 35 mm
Regie, Kamera, Ton: Raymond Depardon
Verleih: Freunde der Deutschen Kinemathek e.V.

Raymond Depardon hat beschlossen, uns von Afrika zu erzählen, daß er liebt, dem Alltagsafrika, dem herzerwärmenden, großzügigen, einmaligen, zerrissenen und reinen Afrika. Bei dem Film handelt es sich um ein gefilmtes Tagebuch, die Crew besteht aus einer Person, das Mikro ist auf der Kamera befestigt. Auf der Reise durch die filigranen Landsschaften des afrikanischen Kontinents von Juli 1993 bis Februar 1996 stellt er sich seinen eigenen vorgefaßten Meinungen. Er zeigt und beschreibt uns das Kap der guten Hoffnung, Soweto, le Karoo; Johannesburg in Südafrika; Angola von den Hochebenen bis zur Grenze nach Namibia; die Flüchtlingslager in Ruanda und Burundi; die Gefängnisse der für den Völkermord verantwortlichen; Aids in Kigali, Äthiopien, der historischen Route folgend, und die Höhlenkirchen in Lalibela; Somalia, wo gerade die "Aktion gegen den Hunger" in vollem Gange ist; Mogadischu und das Hotel Croce de Sud; die Sümpfe des Bar el Ghazal; ein Sterbelager in Nimule im Sudan; die zuckerhutartigen Berge von Guera, die erloschenen Vulkane von Natron; die Palmenhaine von Yebbi im Tschad; die Quelle des Orida und die Dorbewohner aus Chifra im Niger, ein Spielcasino an der Küste und ein brasilianisches Café in Ägypten; die Bucht von Marseille und den Hof des Gutes von Garet in Villefranche-sur-Saône. Raymond Depar-don lehnt das Schweigen über die Armut ab und stellt die Frage nach seiner Verantwortung als "Bilder-Macher", vom Schmerz zu sprechen.


Gegenlicht Kino AG, zur Filmtage Hauptseite, 6.11.97 by Bertram